Die wichtigsten Fragen vor dem Gerüstkauf — von der richtigen Höhe über den Selbstaufbau bis zu Lieferung, Abholung und Rückgabe. Kurz, ehrlich und aus über 25 Jahren Praxis mit Layher-Gerüsten.

Maße & Höhe — welches Gerüst passt?
Was ist der Unterschied zwischen Standhöhe und Arbeitshöhe?
Die Standhöhe ist die Höhe der Standfläche (des Belags), auf der Sie stehen. Die Arbeitshöhe ist die Standhöhe plus rund 2,0 m — so weit reichen Ihre Arme nach oben. Beispiel: 2,4 m Standhöhe ergeben etwa 4,4 m Arbeitshöhe. Faustregel für die Planung: Arbeitshöhe = Standhöhe + 2 m.
Welches Gerüst brauche ich für meine Arbeit?
Für Arbeiten direkt an der Hauswand — Fassade, Fenster, Dachrinne — ist ein Layher-Blitz-Fassadengerüst ideal. Für freistehende Aufgaben wie Baumschnitt, Carport oder Hecke eignet sich ein Allround-Gerüst. Einen Überblick über alle Gerüsttypen finden Sie auf der Seite Gerüst kaufen; die passende Größe stellen Sie in rund 2 Minuten im Gerüst-Konfigurator zusammen — mit Sofortpreis und Stückliste.
Welches Gerüst brauche ich für die Dachrinne?
Entscheidend ist die Traufhöhe: am eingeschossigen Haus oder Anbau rund 3–4,5 m, am zweigeschossigen Haus rund 5,5–6,8 m. Fürs zweigeschossige Haus passt unser Dachrinnen-Set mit zwei Aufbauhöhen — damit liegt die Rinne auf Brusthöhe statt über Kopf. Es gilt: Arbeitshöhe = Standhöhe + 2 m.
Wie hoch ist die Dachrinne bzw. Traufe an einem Einfamilienhaus?
Als Orientierung: eingeschossig rund 3–4 m, zweigeschossig rund 5,5–8 m (je nach Kniestock), Giebelspitze bzw. First rund 7–11 m. Messen Sie im Zweifel nach — die Traufhöhe bestimmt, wie viele Lagen Ihr Gerüst braucht.
Komme ich mit dem Gerüst an den Giebel?
Zum Reinigen des Giebels reichen oft 2 Lagen (Standhöhe 4,4 m) in Verbindung mit einer Teleskopstange. Zum Bearbeiten (Verputzen, Streichen) sind 3 Lagen sinnvoll (Standhöhe 6,4 m, Arbeitshöhe 8,4 m). Für sehr hohe Giebelspitzen über 8,4 m bauen Sie ein treppenförmiges Giebelgerüst — das planen Sie direkt im Konfigurator.
Welches Gerüst eignet sich für Garage oder Carport?
In der Regel ein kompaktes Starter-Set mit rund 4,4 m Arbeitshöhe. Garage und Carport sind niedriger als das Haupthaus — das reicht bequem für Dachrinne, Tor und Fassade.
Aufbau, Verankerung & Sicherheit
Kann ich ein Fassadengerüst selbst aufbauen?
Ja. Das Layher-Stecksystem wird ohne Werkzeug verbunden und ist mit der Aufbauanleitung gut allein zu schaffen. Unsere Vorauswahl-Sets sind für den privaten Selbstaufbau zusammengestellt. Bei Fragen hilft unser WhatsApp-Berater direkt weiter. Wer die volle, AuV-konforme Sicherheitsausstattung möchte, wählt das passende Upgrade oder konfiguriert individuell.
Wie wird das Gerüst an der Fassade verankert?
Ein Fassadengerüst wird mit Gerüstankern in der Wand befestigt — als Richtwert in jeder zweiten Lage, zusätzlich in der obersten Lage sowie im Bodenbereich. Lagen mit Konsolen oder Schutzdach werden enger verankert. Die genaue, verbindliche Vorgabe macht die Layher Aufbau- und Verwendungsanleitung (AuV), die jedem Gerüst zugrunde liegt.
Wie sicher ist die Arbeit auf dem Gerüst?
Ein Gerüst bietet eine große, feste Standfläche, ein Geländer und beide Hände frei — gerade beim Tragen sperriger Lasten wie Solarmodulen ein klarer Vorteil (ein Modul wirkt bei Wind wie ein Segel). Für kurze, einfache Handgriffe ist eine Leiter völlig in Ordnung; für längeres Arbeiten in Höhe gibt Ihnen ein Gerüst spürbar mehr Standsicherheit und entspanntes Arbeiten ohne ständiges Umsetzen.
Bis zu welcher Höhe darf ich Durchstiege nutzen — wann ist eine Treppe Pflicht?
Das hängt von der Nutzung ab. Gewerblicher Einsatz (Arbeitgeber stellt das Gerüst für Beschäftigte, Betriebssicherheitsverordnung): Nach TRBS 2121 Teil 1 (Abschnitt 4.3.2) sind Treppen gegenüber Leitern zu bevorzugen. Ein innenliegender Leiteraufstieg über Durchstiege ist nur bis 5 m Aufstiegshöhe oder bei Arbeiten an Einfamilienhäusern (bis 7 m Gebäudehöhe) zulässig — darüber ist ein sicherer Treppenaufstieg (Podesttreppenturm, Aufzug oder Transportbühne) vorgeschrieben. Für die private Nutzung am eigenen Haus (Heimwerker, keine Beschäftigten, kein Fremdgewerk) gilt diese Pflicht nicht — hier richtet sich die zulässige Aufbauhöhe nach der Layher-Aufbau- und Verwendungsanleitung.
Brauche ich für ein Gerüst eine Genehmigung?
Auf Ihrem eigenen Grundstück ist ein Gerüst genehmigungsfrei. Steht es teilweise auf öffentlichem Grund (Gehweg, Straße), brauchen Sie eine Genehmigung Ihrer Gemeinde — meist eine einfache Sondernutzungs-Anzeige beim Ordnungs- oder Bauamt.
Wie lange darf ein Baugerüst stehen bleiben?
Grundsätzlich darf ein Baugerüst so lange stehen bleiben, wie es für die Fertigstellung der zugehörigen Arbeiten gebraucht wird — eine feste gesetzliche Höchstdauer gibt es nicht. Wichtig ist nur, dass es durchgehend stand- und verkehrssicher bleibt; bei langer Standzeit sollte der Zustand regelmäßig geprüft werden. Wenn Ihnen das Gerüst gehört, entfällt der Zeitdruck einer Mietrückgabe ganz. Ausführlich in unserem Ratgeber: Wie lange darf ein Baugerüst stehen bleiben?
Material, Kosten & Einsatz
Stahl oder Aluminium — welches Gerüst ist besser?
Stahl ist günstiger und besonders robust — der preiswerte Einstieg. Aluminium ist deutlich leichter, also einfacher im Auf- und Abbau und gut allein zu handhaben; der Aufpreis liegt bei rund 8 %. Für den privaten Selbstaufbau wählen die meisten Kunden Alu, fürs maximale Budget den Stahl.
Sind Ihre Gerüste zugelassen und nach welcher Norm geprüft?
Sie erhalten ausschließlich neue Layher-Originalware — kein Gebraucht-Risiko und kein Baumarkt-Alu-Turm. Fassadengerüste sind nach DIN EN 12811 geprüft, fahrbare Arbeitsgerüste (Rollgerüste) nach DIN EN 1004. Damit erfüllen sie die anerkannten Sicherheits- und Belastungsanforderungen.
Wofür kann ich mein Gerüst außer für die aktuelle Arbeit noch nutzen?
Ein eigenes Gerüst lohnt sich, weil Sie es immer wieder brauchen. Typische Einsätze rund ums Haus: Fassade streichen, reinigen, dämmen und Putz ausbessern; Fenster putzen und tauschen, Markise oder Rollläden montieren; Dachrinne reinigen, Schornstein sanieren, Moos und Schnee vom Dach holen; Balkonkraftwerk, SAT-Schüssel und Weihnachtsbeleuchtung anbringen; Obstbäume und Hecken schneiden, Carport bauen. Einmal gekauft, das ganze Jahr im Einsatz.
Was kostet ein Baugerüst?
Der Preis richtet sich vor allem nach der Größe, danach ob das Gerüst neu oder gebraucht ist, sowie nach Material (Stahl/Alu) und Ausstattung. Unsere Sets aus neuer Layher-Originalware liegen je nach Größe etwa zwischen rund 790 € (kompaktes Starter-Set) und rund 4.000 € (komplette Hauseinrüstung). Den exakten Preis für Ihre Maße zeigt der Gerüst-Konfigurator sofort an. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Was kostet ein Baugerüst?
Bestellung, Lieferung & Rückgabe
Wie schnell wird geliefert und was kostet der Versand?
In der Regel liefern wir innerhalb von 4–7 Werktagen per Spedition frei Haus. Die genauen Versandkosten für Ihre Zusammenstellung sehen Sie transparent im Warenkorb, bevor Sie bestellen — bei vielen Sets liefern wir versandkostenfrei.
Kann ich das Gerüst selbst abholen?
Ja. Sie können Ihre Bestellung an einem von drei Abhol-Lagern selbst abholen — im Bestellprozess wählen Sie anhand Ihrer PLZ das nächstgelegene Lager. So sparen Sie die Speditionskosten, wenn Sie einen passenden Transporter oder Anhänger haben.
Kann ich meine Bestellung widerrufen oder zurückgeben?
Als Verbraucher haben Sie ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Sie können die Ware ohne Angabe von Gründen zurückgeben — die Einzelheiten und das Muster-Widerrufsformular finden Sie in unserer Widerrufsbelehrung. Da es sich um neue, nicht individualisierte Lagerware handelt, ist die Rückgabe unkompliziert.
Ihre Frage ist nicht dabei?

Stellen Sie uns Ihre Frage rund ums Gerüst direkt per WhatsApp — wir antworten persönlich. So sammeln wir echte Praxisfragen und bauen die FAQ stetig aus.

Gerüst kaufen oder mieten? Die ehrliche Rechnung — wann sich der Kauf gegenüber der Miete lohnt, was ein gebrauchtes Layher-Gerüst noch wert ist und wie lange Sie ein Mietgerüst stehen lassen dürfen — lesen Sie im Ratgeber „Gerüst kaufen statt mieten“.

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